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Die Basilika Unser Lieben Frau
Himmelfahrt zu Zwolle (NL)
Zwolle
Basilika
Thomas von
Kempen
Turm Orgel
Einrichtung
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Am 18. Oktober 1999 wurde die Pfarrkirche
“Unser Lieben Frauenkirche” in Zwolle (NL) vom
Papst
Johannus Paulus II zum “basilica minor” erhoben. Anlaß dazu war
das 600 Jährige Jubileum der 1999.
Zwolle
ist Hauptstadt der Provinz Overijssel in im Osten der Niederlande.
Die Niederlande sind
aufgeteilt in 12 Provinzen. Insgesammt gibt est 20 Katholischen Basiliken,
wovon 5 in Overijssel: Oldenzaal (St.Plechelmus), Hengelo (St. Lambertus),
Raalte (H.Kreuzerhebung), Tubbergen ( St. Pancrator) und Die Unser Lieben
Frau in Zwolle.
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Zwolle hat 110.000
Einwohnern. Die Stadt besitzt noch mehrere Resten eines Mittelalterischen
Stadtmauers und die schöne Sachsenpforte ist im ganzen Land bekannt. |
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Am 26. November 1399 wurde vom
Suffragan-Bisschoff Hubertus Schenck von Utrecht die Kapelle “Unser Lieben
Frau” geweiht.
In 1398 wurde die Kapelle auch besucht vom berühmten Thomas von Kempen. Befor er ins Kloster St.Agnes auf dem Nemelerberg
bei Zwolle eintrat, stellte er seinem Leben unter dem Schutz der Lieben
Frau. In der Basilika befindet sich ein Gemählde von ihm.
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Die Kapelle wurde in drei Abschritte erbaut.
Das erste Teil, das Chor wurde eingeweiht
in 1399.
Bis 1417 errieß das Chor und die
Kreuzschiffe(Transepte) und ein Teil des Schiffes.
Zwischen 1452 und 1454 wurde die Rest des
Schiffes verlängert, aber ohne Turm. |
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Der Turm wurde seit 1463
bis 1484 errichtet, zuerst mit zwei Segmente(1). Ein Entwurf mit Spitze
wurde nicht ausgeführt(2). Im Jahre 1538 wurde der Turm weiter erhöht mit
der Krönung einer achtseitigen Laterne.(3) |
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Erst 1727, nachdem der 114 meter hohen
Turm der Sankt Michaeliskirche in 1669 einstürzte, wurde ein
zwiebelartigen Dach auf dem Lieben Frauen Turm gebaut.(4) Im Jahre 1815
schlug der Blitz in den Turm ein. Das Feuer zerstörte ein grosses Teil
der Turmspitze. Erst 1828 bekam der Turm sein heutige Spitze. Nach der
Form wird sie im Volksmund: ‘Die Pfefferbückse’
genannt.(5) |
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Als Folge der Reformation war das
Kirchengebäude von 1580 bis 1809 zweck entfremdet. Die Gebrüder J.G und
F.C. Schnitger, Söhne des berühmten Arp Schnitger erbauten die grosse Orgel
der
Sankt Michaeliskirche in den
Jahren 1718 bis 1721. Sie gebrauchten die Lieben Frauenkirche als Werkstatt.
1809 wurde die Kirche von Lodewijk Napoleon
der katholischen Gemeinde wieder gegeben. Nach erster Reperaturen wurde sie
seit 1811 wieder als Kirche
gebraucht.

1813 wurde die Orgel der
ehemaligen Observantenkirche,
(jetzt Evangeliche Universitätskirche) in Münster
gekauft. Die war von Nicolaus Brunswick in 1697 erbaut. Sie wurde nach
Zwolle transportiert und von Rudolph Knoll wieder aufgebaut. Bis 1895 hat
dieser Orgel funktioniert. Verschiedene Male wurde sie in geänderd. Seit 1868
war als Dirigent und Organist angestellt Johan Silvester Ponten aus
Zyfflich. Er war von der romantischen Strömung des Caecilianismus aus
Regensburg kräftig beeinflußt. Das Barockskonzept schikte sich darein
nicht. In 1896 wurde von
Michael Maarschalkerweerd aus Utrecht im
alten Prospekt ein neues Instrument erbaut mit 38 Registern, über drei
Klaviere und freies Pedal verteilt.
Einrichtung
Der Stil der Zeit gemäß wurde die Kirche
ausgebreitet und neu eingerichtet in neugotischen Stil. Als Angestellter
der Kölner Domhütte wurde in Utrecht angestellt Friedrich Wilhelm
Mengelberg. Er baute zusammen mit den
Architekten Alfred Tepe viele neue Gotteshaüser. Als Altarbauer hat
Mengelberg vier Altare, eine Apostel-und Triumphbalke und Beichtstühle,
Altargegenstände und Bilder gemacht
Während den Jahren 1975 -1981 wurde die Kirche zurück
restauriert in mittelalterlichen
Form. Die neugotische Einrichtung blieb grossenteils erhalten.
Im Jahre 1999 wurde vom Papst Johannes
Paulus II die Kirche auf Grund seines Alters, wegen der nahen Beziehung mit
der Bewegung vom Brüder des gemeinsamen Leben(eine kirchliche- und
gesellschaftliche Erneuerungsebewegung die im 15. Jahrhundert mehr als 100
Klöster zählte) zu Basilika erhoben.

Ein Waffenschilt wurde gemacht mit Spruch:
Regnum Dei intra vos est (Das Wort Gottes ist in euch). Der Spruch ist
genommen aus dem zweiten Kapitel des Buches ‘Die Nachfolge Christi’ von
Thomas von Kempen.
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